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Praktikanten stellen am STFI einen selbst gefertigten Rucksack her. So lernen sie alle angebotenen Ausbildungsberufe des Institutes kennen.
Allgemein
22.10.2019
Von: Kareen Pfab

Praktikanten gehen auf Tuchfühlung

Das Sächsische Textilforschungsinstitut deckt in seinen Forschungs- und Entwicklungsarbeiten das breite Spektrum der technischen Textilien ab. Das Angebot an Ausbildungsberufen ist dementsprechend vielfältig: Das STFI bildet Textillaboranten (m/w/d), Chemielaboranten (m/w/d), Produktveredler (m/w/d) sowie Produktionsmechaniker Textil (m/w/d) aus und kann dabei auf erfahrene Ausbilder zurückgreifen.

In einem neuen Ansatz geben die Ausbilder des STFI Schülern einen Überblick über die vielseitige Arbeit mit technischen Textilien am Institut. In Form eines Praktikums können Schüler selbst auf Tuchfühlung gehen. Am Beispiel eines gestrickten Rucksacks wird in kleinen Gruppen von 4 - 6 Personen in den verschiedenen Technika entlang der textilen Kette gearbeitet. Von der Faser bis zum individuellen Endprodukt, welches am Ende mit nach Hause genommen werden kann, lernen die Schüler die textile Welt aus nächster Nähe kennen. So erhalten Schüler Einblick in die Schwerpunkte aller Ausbildungsberufe am STFI.

Das "Rucksackprojekt" startet bei den Web- und Maschenwaren. An den Maschinen werden die Grundbestandteile des Rucksacks geschaffen. Dort lernen die Praktikanten, wie man ein Gestrick an der Rundstrickmaschine fertigt, Bänder webt und Schnüre flechtet. Im weiteren Verlauf erfahren sie im Bereich der Veredlung, wie aus einem einfachen "farblosen" Rundgestrick mithilfe von verschiedenen Beschichtungsverfahren und Systemen ganz individuelle, funktionelle Textilien geschaffen werden.

Anschließend können die Praktikanten ihr beschichtetes Werkstück weiter individualisieren, indem sie mit dem UV-Laser oder Inkjet-Drucker ganz eigene Bilder darauf aufbringen. Am CO2-Lasercutter bekommt der Rucksack dann schon allmählich eine erste Kontur. Um aus den einzelnen Teilen ein Ganzes zu gestalten, lernen die Praktikanten das Nähen mit der Maschine und können nun auch die zuvor gefertigten Bänder und Schnüre mit dem bereits veredelten Gestrick zusammenführen. Der fertige Rucksack muss natürlich zum Abschluss noch im textilphysikalischen und chemischen Labor untersucht werden. Hier werden z. B. die Fadendichte und das Zugverhalten überprüft. Auch pH-Wert und Formaldehydgehalt werden untersucht.

"Insgesamt geht es darum, den Schülern während eines Schüler- oder freiwilligen Praktikums einen Einblick in die von uns angebotenen Ausbildungsberufe zu geben. Sie sollen selbst Hand anlegen und sich Gedanken machen, kreativ werden und in Interaktion mit den anderen Teilnehmern sowie den erfahrenen Mitarbeitern treten und am Ende der Woche stolz auf ihr eigengefertigtes Produkt sein." umschreibt Denise Braun, Laborantin am STFI und eine der Ausbilderinnen, das Ziel des Projektes.

Schüler, die an einem Praktikum am Sächsischen Textilforschungsinstitut interessiert sind, können sich jederzeit über das Kontaktformular der Webseite http://www.stfi.de melden. Auf der Webseite finden Sie außerdem die derzeit offenen Ausbildungsplätze und Stellenangebote.