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Allgemein
06.10.2017
Von: P3N MARKETING GMBH

futureTEX-GESICHTER: Neue und innovative Ausrüstungen und Verfahren bilden die Basis für eine gemeinsame und erfolgreiche textile Zukunft

Die Textilausrüstung Pfand veredelt und funktionalisiert mittels chemischer, thermischer und mechanischer Ausrüstungsverfahren hochwertige Heim- und Haustextilien, funktionelle Bekleidungsstoffe und technische Textilien wie z. B. Beschichtungsträger, Netzstrukturen, Filtermedien und Fahrzeugtextilien. Die Leistungen des Unternehmens stehen für Qualität, Flexibilität und Ökologie und sind daher nach OEKO-TEX-Standard zertifiziert. So werden z. B. Flachsvliesstoffe, die sich unter anderem für den ökologischen Hausbau zur Schaffung eines angenehmen Ambientes eignen, mit einer umweltfreundlicheren Ausrüstung versehen.

„Neue und innovative Ausrüstungen und Verfahren bilden die Basis für eine gemeinsame und erfolgreiche textile Zukunft“, ist Dr. Holger Erth überzeugt. Daher beteiligt er sich mit seinem Team als qualifizierter Partner auch stetig in Forschungs- und Entwicklungsvorhaben. So werden neue Textilchemikalien in der Praxis erprobt, mit Maschinenbauern zusammengearbeitet und neue Technologien entwickelt. Ein Beispiel ist die mit Partnern umgesetzte Entwicklung von neuartigen Bettdecken für den Pflegebereich. Hier ging es um die Funktionalisierung die teilweise sehr voluminösen Abstandsgewirke. Deren intensiver Reinigungsaufwand gegenüber herkömmlichen Decken wurde wesentlich energie- und zeitsparender.

Welche Ziele verfolgen Sie mit Ihrer Arbeit im Projekt futureTEX?

Je nach Kundenwünschen reicht die Palette der Funktionalisierungen in unserer Fertigung z. B. von antibakterieller Ausrüstung über Flammschutzausrüstung bis hin zu Fleckschutzausrüstung. Insgesamt werden etwa 90 verschiedene Technologien bei uns eingesetzt. Da ist es essentiell, Informationen zu Spezifikationen, Änderungen oder Zusatzwünschen in Echtzeit an der Anlage zu haben. Die beschleunigte Entwicklung und Produktion, die Prozesssicherheit in der Fertigung und damit die Optimierung der Serienfertigung sind entscheidend für die Realisierung der Kundenanforderungen in der festgelegten Lieferzeit.

Unsere Ziele in futureTEX sind daher, Modelle und Tools zur Flexibilisierung der gesamten textilen Prozesskette vom Kunden bis zur Auslieferung zu entwickeln. Bei unternehmensübergreifender Wertschöpfung ist bei komplexen individualisierten Produkten der Entwicklungs- und Abstimmungsaufwand besonders zeit- und kostenintensiv. Der Austausch von Informationen soll daher direkt in den Prozess zu jedem Zeitpunkt vom Kunden über alle an der Wertschöpfung beteiligten Partnern möglich sein. Die Kommunikation dazu über E-Mail ist für Industrie 4.0 in der Textilbranche nicht mehr ausreichend und muss mit den Möglichkeiten der Digitalisierung neu konzipiert werden. Dazu wollen wir Pilotlösungen entwickeln.

In welchem Vorhaben arbeiten Sie aktiv mit? Was sind Ihre Aufgaben?

Mein Unternehmen ist Koordinator im Vorhaben „Prozessorientierte Wertschöpfungsgestaltung in textilen Netzwerken für Mass Customization in KMU – PROFUND“, dass im Mai diesen Jahres gestartet ist. Es geht darum, Konzepte, Methoden und Modelle zu entwickeln und zu pilotieren. Mit diesen sollen KMU ihre Wertschöpfung in einem flexiblen textilen Netzwerk Mass-Customization-tauglich machen, da das Agieren mit individualisierten Produkten grundlegend neuartige Anforderungen an Geschäftsmodelle stellt.

Als wissenschaftliche Partner arbeiten die HHL Leipzig, die Technische Universität Chemnitz, die RWTH Aachen und das Sächsische Textilforschungsinstitut e.V. (STFI) in PROFUND mit. Aus der Industrie sind die Paul Uebel Wirk- und Strickwaren GmbH, die Buntgardine Rotschau GmbH und die VOWALON Beschichtung GmbH Praxispartner. Die Idee zum Vorhaben entstand auch durch diese Unternehmen.

Die Informationen zu Kundenanforderungen, Vorprodukten und Fertigungsprozessen sollen als Entwicklungsdaten und mit Hilfe von Konfigurationstools prozessorientiert ausgetauscht und verarbeitet werden. Die Textilausrüstung Pfand wird hauptsächlich Kompetenzen in der Veredlung von Flächengebilden für technische Anwendungen zur Entwicklung und Charakterisierung von Pilotprodukten in das Vorhaben, welches im Februar 2020 abgeschlossen sein wird, einbringen.

Welche Erwartungen und Wünsche haben Sie an die Zusammenarbeit im Konsortium?

Technische Textilien haben deutschlandweit ein Volumen von ca. 50 Prozent der textilen Produktion und sie haben in den letzten 10 Jahren in immer mehr Branchen Anwendung gefunden wie z. B. Fahrzeug- und Flugzeugbau oder in der Medizin. Technische Textilien werden zukünftig auch in immer mehr Werkstoffen stecken, wo man sie heute noch gar nicht vermutet. Das bedeutet eine große Anzahl verschiedener Anwendungs- und damit Fertigungsszenarien und da wollen wir die Nase vorn haben. Im Konsortium erwarte ich dazu einen regen konstruktiven Austausch in den Veranstaltungen, Foren und den entsprechenden Medien. Wir freuen uns auf die Fragen und Anregungen der anderen Konsortialpartner und stehen zur Diskussion sehr gern bereit.