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Allgemein
30.11.2022
Von: Kareen Pfab

Update zur Industrieforschung: Detlef Müller (SPD) besucht STFI

Das allumfassende Thema Energiekrise bildete den Einstieg in das Treffen. Dr. Heike Illing-Günther, Geschäftsführender Direktor, Hendrik Beier, Leiter der Zertifizierungsstelle, und Dr. Yvette Dietzel, Forschungsleiter, empfingen die SPD-Politiker Detlef Müller, MdB, und Julia Bombien, Stadträtin in Chemnitz. Die sich zuspitzende Energiekrise bringt die Industrieforscher vom STFI zunehmend in Bedrängnis. Eine reichliche Verdreifachung der Strompreise steht aktuell im Raum. Mit den zur Verfügung stehenden Mitteln der freien Industrieforschung ist diese Preissteigerung nicht zu bewältigen. Hier sind die auf den Weg gebrachten politischen Lösungen unabdingbar.

Zur Sprache kommt auch der Arbeitskräftemangel. Immerhin konnte das STFI alle fünf Lehrberufe mit je einem Auszubildenden bzw. einer Auszubildenden besetzen. Ein positiver Trend. Das Interesse auf den Ausbildungsmessen stieg in den letzten Jahren. Mit über 7 000 Arbeitsplätzen sind die ca. 90 industrienahen Forschungseinrichtungen in Deutschland attraktive Arbeitgeber an der Schnittstelle zwischen FuE und Industrie, insbesondere dem Mittelstand. Die industrienahen Forschungseinrichtungen sind Mitglieder der Deutschen Industrieforschungsgemeinschaft Konrad Zuse e.V., des Innovationallianz Baden-Württemberg e.V. (innBW), der Johannes-Rau-Forschungsgemeinschaft e.V. (JRF), des Forschungs- und Technologieverbund Thüringen e.V. (FTVT) und/oder der Sächsischen Industrieforschungsgemeinschaft e.V. (SIG), die sich für die Belange der freien Industrieforschung auf Bundes- und Landesebene engagieren.

Neben der Energiekrise stellt auch die schwierig gewordene Fördermittelbeschaffung eine existenzielle Bedrohung dar. Da gemeinnützige Einrichtungen nur begrenzt Rücklagen bilden können, gibt es kaum noch Spielraum für die freie Industrieforschung. Dr. Heike Illing-Günther spricht im Gespräch mit Detlef Müller (SPD) explizit den fast ein Jahr währenden Förderstopp das Zentralen Innovationsprogramm für den Mittelstand (ZIM) an. Zwar ist ZIM wieder geöffnet, aber mit weitreichenden Zugangsbeschränkungen für die KMU versehen, welche die Innovationsfähigkeit erheblich einschränken werden. Außerdem läuft die BMWK-Richtlinie „FuE-Förderung gemeinnütziger externer Industrieforschungseinrichtungen / Innovationskompetenz (INNO-KOM)“ für eine marktnahe vorwettbewerbliche Forschung zum 31.12.2022 aus. Eine Verlängerung ist avisiert, wurde noch nicht veröffentlicht. Auch die IGF-Richtlinie läuft Ende 2022 aus. Eine Fristverlängerung bis Ende 2023 wendet zwar zunächst Schaden ab, doch für die sichere Planung neuer Förderanträge muss die neue Richtlinie rechtzeitig vorliegen. Eine Finanzierungslücke kann sich kaum ein gemeinnütziges Institut leisten. Müller bestätigt den Erfolg des Förderprogramms ZIM für die Innovationskraft des Mittelstands. Beim Rundgang durch die Textilfabrik der Zukunft informierte er sich über die Digitalisierung und Automatisierung in der Textilbranche. Müller, der das STFI bereits mehrfach besuchte, möchte gern in zwei Jahren wieder vorbeischauen, was es Neues in Sachen Textilforschung gibt.

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