Cookie Einstellungen

Wir verwenden auf dieser Website mehrere Arten von Cookies, um Ihnen ein optimales Online-Erlebnis zu ermöglichen, die Nutzerfreundlichkeit unseres Portals zu erhöhen und unsere Kommunikation mit Ihnen stetig zu verbessern. Sie können entscheiden, welche Kategorien Sie zulassen möchten und welche nicht (mehr dazu unter „Individuelle Einstellung“).
Name Verwendung Laufzeit
privacylayerStatusvereinbarung Cookie-Hinweis1 Jahr
Name Verwendung Laufzeit
_gaGoogle Analytics2 Jahre
_gidGoogle Analytics1 Tag
_gatGoogle Analytics1 Minute
_galiGoogle Analytics30 Sekunden
Zum Inhalt springen
Allgemein
07.11.2013
Von: Kareen Reißmann

STFI für Deutschen Rohstoffeffizienz-Preis 2013 nominiert

Ein intelligenter und effizienter Einsatz von Rohstoffen wird für Unternehmen in Deutschland mehr und mehr zum Wettbewerbsfaktor. Gerade für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) bietet rohstoff- und materialeffizientes Wirtschaften enorme Potentiale, um die Unternehmensrentabilität zu steigern. Mit dem Deutschen Rohstoffeffizienz-Preis zeichnet das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie herausragende Beispiele rohstoff- und materialeffizienter Produkte, Prozesse oder Dienstleistungen sowie anwendungsorientierte Forschungsergebnisse aus. Unter fachlicher Leitung der Deutschen Rohstoffagentur (DERA) werden vier Unternehmen sowie eine Forschungseinrichtung mit jeweils 10.000 Euro prämiert.

Das Sächsische Textilforschungsinstitut e.V. (STFI) ist als Forschungseinrichtung mit dem Projekt "CarbonWasteCycle - Recyclingkonzept für Carbonfaserabfälle" nominiert. Ziel des Projektes ist es, Carbonfasern aus Verschnittabfällen und Fehlchargen durch Recyclingprozesse für den Einsatz im extremen Leichtbau nutzbar zu machen. "Wir freuen uns über die Nominierung, da uns Nachhaltigkeit aus Forscherperspektive seit langem bewegt.", kommentiert Andreas Berthel, Geschäftsführender Direktor des STFI. Die intensive fachliche Auseinandersetzung mit Recyclingprozessen für textile Materialien stellt seit Anbeginn einen Schwerpunkt in der Forschung und Entwicklung am Institut dar. Früh erkannte man die Bedeutung von Rohstoffrückgewinnung und Aufbereitung.

Mit dem Reißfaserkolloquium re4tex veranstaltet das STFI im zweijährlichen Rhythmus eine Fachveranstaltung, die sich den neusten Einwicklungen im Textilrecycling widmet und 2013 bereits zum 11. Mal zahlreiche Besucher begrüßen wird. So präsentierte bereits der Gewinner des Rohstoffeffizienz-Preises 2011 seine prämierte Idee zur pyrolytischen Rückgewinnung von bereits verharzten Carbonfasern. Dieser technologische Ansatz bildet nunmehr die Grundlage für den heutigen Forschungsstand im Carbonrecycling. "Das Rezyklieren von harzfreien Carbonfasern konnten wir nach langjähriger Forschungsleistung erfolgreich voranbringen und schließlich umsetzen. Damit gehen wir den Weg der Rohstoffrückgewinnung konsequent weiter. Heute können wir Carbonfaservliesstoffe aus recycelten Fasern herstellen. Diese sind wiederum Ausgangsmaterial für extreme Leichtbauteile im nicht-tragenden Bereich. Die Innovation eröffnet der carbonverarbeitenden Industrie ein großes Einsparpotenzial und leistetet im Besonderen einen entscheidenden Beitrag unter dem Gesichtspunkt des ressourceneffizienten Umgangs mit der energieintensiv hergestellten Carbonfaser an sich.", erläutert STFI-Forschungsleiterin Dr. Heike Illing-Günther die Bedeutung des Fortschritts.

Die Preisverleihung findet im Rahmen der Fachkonferenz "Rohstoffe effizient nutzen - erfolgreich am Markt" am 28. November 2013 im Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie in Berlin statt.