Cookie Einstellungen

Wir verwenden auf dieser Website mehrere Arten von Cookies, um Ihnen ein optimales Online-Erlebnis zu ermöglichen, die Nutzerfreundlichkeit unseres Portals zu erhöhen und unsere Kommunikation mit Ihnen stetig zu verbessern. Sie können entscheiden, welche Kategorien Sie zulassen möchten und welche nicht (mehr dazu unter „Individuelle Einstellung“).
Name Verwendung Laufzeit
privacylayerStatusvereinbarung Cookie-Hinweis1 Jahr
Name Verwendung Laufzeit
_gaGoogle Analytics2 Jahre
_gidGoogle Analytics1 Tag
_gatGoogle Analytics1 Minute
_galiGoogle Analytics30 Sekunden
Zum Inhalt springen
Forschungsberichte
21.06.2012
Von: Ullrich Steinbach

Nähwirkträger für Klebebänder

Zielstellung war die Entwicklung von verstärkten Spinnvliesstoffen aus Polyester (PES) mit im Vergleich zu unverstärkten Vliesstoffen verbesserten Kraft- Dehnungs- Eigenschaften, die als Schichtträger für technische Klebebänder verwendet werden können. Die Vliesstoff- Klebebänder werden vorwiegend in der Automobilzulieferindustrie für die Kabelbaumherstellung verwendet und haben die Aufgabe, die verschiedenen Kabel montagegerecht zu bündeln und Klappergeräusche während der gesamten Fahrzeuglebensdauer zu vermeiden.

Folgende Anforderungen werden an Trägermaterialien für Vliesstoffklebebänder gestellt:

  • Material:Polyester
  • Flächenmasse: ca. 70 g/m2
  • Dicke: 0,2-0,3 mm
  • Reißkraft längs: > 30 N/cm
  • Reißdehnung längs: 10-30 %
  • Dehnung bei 20 N / 20 mm: max. 2 %
  • Überhanglänge (Cantilever): max. 6 cm
  • Fogging (DIN 75201, Variante B: < 1,5 mg
  • Handeinreißbarkeit: Das Klebeband muss sich in Querrichtung mit der Hand reißen lassen
  • Faserausriss: Beim Abrollen des Klebebandes dürfen keine Filamente von der Rückseite des Vliesstoffes am Kleber der darüber liegenden Lage haften.



Im Rahmen der Projektbeitung wurde eine Technologie zur Herstellung gefärbter Polyester-Spinnvliesstoffe mit ausreichender Filamentausrissbeständigkeit, die auf Nähwirkmaschinen störungsfrei weiterverarbeitet werden können, entwickelt. Die Technologieentwicklung erfolgte auf einer im STFI e.V. vorhandenen Spinnvliesanlage Reicofil 4 und beinhaltete die Optimierung der Trocknung der Masterbatches, der Schmelzefiltration, der Filamentverstreckung und der Vliesverfestigung durch Kalandrierung.

Zur Gewährleistung der geforderten niedrigen Anfangs- und Höchstzugkraft- Dehnung ist eine Armierung der Spinnvliese erforderlich. Dazu wurde die Nähwirktechnologie "Malimo" genutzt, indem zweischichtige Verbundkonstruktionen aus einem offenen Fadenlagen- Nähgewirke als Verstärkungsmaterial und einem eingearbeiteten Spinnvliesstoff als Beschichtungsträger hergestellt wurden.

Die Näh- und Verstärkungsfäden wurden bezüglich Art und Dichte so ausgewählt, dass die genannten Anforderungen an die textilphysikalischen Eigenschaften des Schichtträgermaterials (insbesondere Kraft- Dehnungs- Verhalten und Biegesteifigkeit) erfüllt werden. Die Verbindung der beiden Schichten erfolgte vorwiegend formschlüssig. Die entwickelten Nähgewirke erfüllen alle Anforderungen, die an einen Schichtträger für Vliesstoff- Klebebänder gestellt werden.

DanksagungWir danken dem Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie für die Förderung des Förderprojektes (Reg.- Nr. MF 090067) innerhalb des Förderprogramms "FuE- Förderung gemeinnütziger externer Industrieforschungseinrichtungen in Ostdeutschland- Innovationskompetenz Ost (INNO-KOM- Ost)- Modul: Marktorientierte Forschung und Entwicklung (MF)". Der Abschlussbericht kann im STFI ausgeliehen werden.