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Allgemein
08.11.2016
Von: Dirk Zschenderlein

Erste futureTEX-KompetenzWerkstatt stellt Innovationsmethoden vor

Als mittelständisches Textilunternehmen zukunftsfähig zu sein, heißt sich ständig mit dem Markt, den Anforderungen der Kunden, Technologietrends, der Digitalisierung, neuen Geschäftsmodellen und vielem mehr auseinanderzusetzen.
Aber wie kann man den Innovationsprozess in mittelständischen Unternehmen mit knappen Ressourcen kontinuierlich gestalten? Wie gelingt es die Mitarbeiter, Kunden und Experten frühzeitig in die Ideenfindung einzubeziehen? Wie können Kompetenzen in der Zusammenarbeit mit anderen Unternehmen und Forschungseinrichtungen gebündelt und so die Entwicklung und Vermarktung von Innovationen für das eigene Unternehmen realisiert werden.
Diesen Fragen ging die erste futureTEX-KompetenzWerkstatt unter der Überschrift "Innovationen mittelständisch gestalten - Von der Idee zum Kunden" am 27. Oktober im futureTEX-Technikum in Chemnitz nach. Organisiert und durchgeführt wurde der Kick-off zur Veranstaltungsreihe der KompetenzWerkstatt vom futureTEX-Basisvorhaben Open Innovation.
Zwei Impulsbeiträge standen am Beginn des ganztägigen Workshops mit Teilnehmern aus 15 Textilunternehmen.
Walter Roggenstein, Leiter Forschung und Entwicklung bei der Kelheim Fibres GmbH, stieg mit dem Zitat von Arthur Frey (Erfinder der gelben Haftnotizzettel von 3M) in seinen Vortrag ein: "Man muss viele Frösche küssen, um auf einen Prinzen zu stoßen." Mit kreativen Maßnahmen wie Kundenworkshops, Inspirationsforen und Ideenwettbewerben hat das Unternehmen die Frequenz des "Frösche-Küssens", d. h. der Generierung von Innovationsideen, wesentlich erhöht.
Im zweiten Impulsbeitrag öffnete Marc Jolly den Blick dafür, dass es bei Innovationen nicht nur um neue Produkte geht, sondern diese auch die Organisation, Strukturen und Prozesse betreffen. Der bei der Erzgebirgischen Norafin Industries (Germany) GmbH tätige Head of Research & Development postulierte u. a., dass den Mitarbeitern "Zeit zum freien Denken gegeben werden muss", damit Innovationen wachsen können.
Diese Zeit nahmen sich die teilnehmenden Geschäftsführer, Innovations- und Marketingmanager im Anschluss. Sie sammelten Herausforderungen, die sie aktuell in ihren Unternehmen lösen wollen. Im Lernen miteinander und voneinander, wurden Methoden zur Ideengenerierung wie Inspirationskarten und der Ideenturm ausprobiert. So konnten gemeinsam praxistaugliche Ideen entwickelt werden, um das eigene Unternehmen voranzubringen.
Unter der motivierenden Moderation und methodischen Begleitung der Mitarbeiter vom Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation (IAO) und Institut für Arbeitswissenschaft und Technologiemanagement IAT sowie der AviloX GmbH erlebten die Teilnehmer eine unternehmensübergreifende Zusammenarbeit. Den Mitarbeitern unterschiedlichster Textilunternehmen vom Garnhersteller über die Bekleidungsbranche sowie Haus- und Heimtextilien bis zu funktionalen technischen Textilien brachte die gemeinschaftliche Netzwerkarbeit gleich mehrere AHA-Effekte. So reflektierten die Teilnehmer der ersten futureTEX-KompetenzWerkstatt abschließend z. B.: "B-to-C und B-to-B liegen gar nicht so weit auseinander, unternehmensübergreifendes Arbeiten öffnet die Perspektive, durch den Austausch mit Fachkollegen auf Augenhöhe lernt man für das eigene Unternehmen und durch die Inspiration kann man konkrete Ideen für die einfachere Umsetzung mitnehmen."
Mitnehmen konnten die Gäste auch die Steckbriefe zu den ausprobierten Innovationsmethoden für die Weiterverwendung im eigenen Unternehmen.
Ziel dieses futureTEX-Basisvorhabens Open Innovation ist es, mit den Potenzialen von Open Innovation den Innovationsprozess in der Textilbranche zukunftsfähig zu gestalten und damit die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen zu steigern. Im Team des Open Innovation-Basisvorhabens arbeiten das Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO (Verbundkoordinator), das Institut für Arbeitswissenschaft und Technologiemanagement IAT, das Sächsische Textilforschungsinstitut e.V. (STFI), die Simba n³ Software GmbH, die AviloX GmbH und die P3N MARKETING GMBH zusammen.
Das Projekt futureTEX im Programm "Zwanzig20 - Partnerschaft für Innovation" des Bundesministeriums für Bildung und Forschung soll eine Vorreiterrolle zum Kompetenzpool einnehmen. Anspruchsvolle Zielsetzungen sind der Ausbau einer Spitzenposition in den Technischen Textilien bis 2025 sowie die Festigung von Deutschland als Weltmarktführer im Textilmaschinenbau 2020. Zur Erreichung dieser Ziele wird auch der Wissens- und Methodentransfer in den Mittelstand forciert. In diesem Zusammenhang ist geplant, die KompetenzWerkstatt mit unternehmensübergreifenden und -internen Veranstaltungen als einen Lösungsbaustein fortzuführen.
Der Termin der nächsten KompetenzWerkstatt "Innovationsprozesse und -methoden" in 2017 und weitere Informationen können von Robert Mothes, Projektkoordination futureTEX, per E-Mail (robert.mothes@stfi.de) oder telefonisch (+49 371 5274-285) angefordert werden.

Über das Forschungsprojekt futureTEX


Das Projekt futureTEX ist ein Gewinner im Programm "Zwanzig20 - Partnerschaft für Innovation" des Bundesministeriums für Bildung und Forschung. Bis 2019 arbeiten wissenschaftliche Einrichtungen, Unternehmen und Verbände an der Entwicklung wesentlicher Bausteine eines Zukunftsmodells für Traditionsbranchen. futureTEX wird eine Vorreiterrolle zum Kompetenzpool mit branchenübergreifender Ausprägung einnehmen. Der Kompetenz-pool futureTEX hat die Aufgabe, Ressourcen themenspezifisch zu bündeln, umso effektiver und effizienter disruptive Innovationen zu entwickeln und zu vermarkten. Vier Basisvorhaben - Smart Factory, Mass Customization, Open Innovation und Arbeitswelt 4.0 - bilden die Grundlage der weiteren Arbeit in fünf Handlungsfeldern. Diese stellen Open-Source-Plattformen, visionären Use Cases, partnerschaftliche gemeinsame Ressourcennutzung, Aus- und Weiterbildungskonzepte und neue Geschäftsmodelle in den Focus. Das Projekt futureTEX ist Preisträger im Wettbewerb "Ausgezeichneter Ort" im Land der Ideen 2016.